Britische Studie sagt, Tamiflu sollte man nicht Kindern geben
Tamiflu löst bei mehr als der Hälfte der Kinder ein oder mehrere Nebenwirkungen aus, wie die Studie zeigt. Die häufigsten Symptome sind Übelkeit, Magenkrämpfe und Schlafstörungen.
Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neuen Spezial-Salbe behandeln würde. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.
[NDR, Panorama] - Ärztefortbildungen müssen frei von wirtschaftlichen Interesse sein. So hat es die Bundesregierung beschlossen. Damit das auch wirklich gelingt, müssen die Landesärztekammern Fortbildungen seit 2004 zertifizieren. Der Einfluss der Pharmaindustrie auf die Weiterbildung sollte mit dieser Regelung beendet werden. Doch gelungen ist dies offenbar nicht. Pharmaunternehmen machen weiterhin auf Lehr-Veranstaltungen unverblümt Werbung für ihre Produkte und laden die Ärzteschaft zum gemütlichen Abendessen ein. Zudem unterhält fast jeder Konzern inzwischen ein eigenes Fortbildungsportal im Internet, wo er in kostenlosen Schulungen fleißig die Wirkstoffe der eigenen Medikamente anpreist.
Panorama: Die Tricks der Pharmakonzerne - Gratispillen als Einstiegsdroge
Chronisch kranke Menschen sind für Pharmaunternehmern eine besonders wertvolle Zielgruppe, denn sie schlucken ihre Pillen täglich und dauerhaft. Einige Pharmaunternehmen geben Medikamente quasi zum Nulltarif an Krankenhäuser ab, in denen die Patienten ihre Therapie beginnen.
Über gezielte Geldvergabepolitik sichern sich Pharmakonzerne Einfluss auch auf Selbsthilfegruppen. Sie glauben, Sie werden unvoreingenommen von Betroffenen informiert? Vielleicht, aber nur über das, was börsennotierte Unternehmen wollen, dass Sie es "wissen".
Die Krankenkassen müssen für neue Medikamente jeden Preis bezahlen, den der Hersteller verlangt. Dabei sind die Vorteile der neuen teuren Arzneimittel oft sehr bescheiden. Bundesgesundheitsministerin Schmidt will jetzt mit "Kosten-Nutzen-Bewertungen" die enormen Preissteigerungen bei den Arzneimitteln begrenzen. Doch das halten Mediziner und Krankenkassen für eine Illusion.
Krebs. Eine Krankheit, die Angst macht. Für die Pharma-Industrie hat Krebs nichts Bedrohliches. Im Gegenteil. Mit keiner anderen Krankheit lässt sich so viel Geld machen wie mit ihr. Jedes Jahr erkranken etwa 11 Millionen Menschen weltweit neu an Krebs. Und weil es bei Krebs nun einmal oft um Leben und Tod geht, scheint fast jeder Preis für ein Medikament möglich. Und so können sich Pharmakonzerne an einer potentiell tödlichen Krankheit förmlich gesundstoßen.
Neue Siptzenmedikamente? High-Tech aus den modernsten Forschungslabors der Welt zum Nutzen der Menschheit? Das mag es ja irgendwo geben, aber wenn man es bei unseren "forschenden Pharmaunternehmen"...
Wie die Pharmaindustrie mit Scheininnovationen Kasse macht
[SWR, Report, 21. Januar 2008] - Am Krebs verdienen viele. Allen voran die Pharmaindustrie. Ständig bringt sie neue Medikamente auf den Markt. Aber halten die auch, was versprochen wird?