Wo Valensina, Ritter, funny-frisch Tiere verstecken
Die Angaben auf der Packung verraten längst nicht alles. Schweineborsten in der Brotherstellung, Milchzucker in der pflanzlichen Schokolade, Gelatine im Multivitaminsaft: In vielen Lebensmitteln verstecken sich tierische Bestandteile oder Tierprodukte. Entdeckt werden können sie von den Verbrauchern nur schwer oder gar nicht – eine Gesetzeslücke macht's möglich.
Die Deutschen sind Weltspitze im Verzehr von Milchprodukten. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. Milch steht unter Verdacht, Krankheiten auszulösen.
Bei einzelnen Lebensmitteln wurden bis zu 30 Pestizidrückstände gefunden. Laut der Umweltschutzorganisation Global 2000 stehen die Stoffe in Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen.
In Deutschland verlassen sich viele bei der Zulassung von Pflanzenschutzpräparaten und anderen chemischen Mitteln auf die Behörden. Diese holen sich wissenschaftlichen Rat bei führenden Experten - doch was ist, wenn die nicht unabhängig sind? report MÜNCHEN deckt die Verflechtungen und Interessenskonflikte zwischen Industrie und Behörde auf.
Frankensteins Grillteller? - Was wir nicht über unser Fleisch wissen - MONITOR Nr. 637
Was haben Sie heute Abend gegessen? Vielleicht ein gutes Steak? Vielleicht ein bisschen Klonfleisch? Frankensteins Grillteller? Möglich wäre es, denn die EU-Kommission hat entschieden, dass Produkte von Nachfahren geklonter Tiere ohne weiteres nach Europa importiert werden dürfen. Ohne Kennzeichnungspflicht. Eine Entscheidung, die uns nicht losgelassen hat. Wir haben weiter recherchiert und erst langsam wurde uns bewusst, welche Tragweite die Entscheidung der EU-Kommission wirklich hat. Andreas Maus und Jochen Leufgens über den Anfang vom Ende der normalen Landwirtschaft."
Immer wieder taucht bei Verbrauchern die Frage auf, wie gesund Lebensmittel aus biologischem Anbau wirklich sind. Klar ist: Bei Obst und Gemüse handelt es sich grundsätzlich um gesunde Lebensmittel. Die Frage des Anbaus spielt dabei aber eine entscheidende Rolle. Konventionell bewirtschaftete Früchte sind häufig mit Pestiziden belastet. Die wirken sich nicht unbedingt auf den Vitamingehalt aus, sind aber schädlich für Mensch und Umwelt. Christiane Huxdorff von Greenpeace in Deutschland ist Expertin für Nachhaltige Landwirtschaft und kann die Auswirkungen erklären.
Auf den ersten Blick scheinen sie sauber - die Meere. Doch Jahr für Jahr gelangen schätzungsweise 6,4 Millionen Tonnen Müll ins Meer. Das meiste davon ist Plastik - oft als tödliche Fallen für die tierischen Meeresbewohner. Oder die Kunststoffe enden als gefährliche Nahrung im Magen von Seevögeln. Die Biologin Stefanie Werner will das Meer vor weiterer Müllverschmutzung bewahren. "planet e." begleitet die engagierte Naturschützerin zu den Brennpunkten an Nord- und Ostsee.
Während die Weltbevölkerung rasant wächst, wird sauberes Wasser immer mehr zur Mangelware. "Bottled Life" dokumentiert das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche und fokussiert dabei ganz auf den Leader der Branche: auf den Schweizer Nestlé-Konzern.
Nestlé besitzt weltweit über 70 verschiedene Wassermarken. Trotzdem ist Wasser eine Sparte, über die man bei Nestlé nicht gerne spricht. Das muss der Schweizer Journalist Res Gehriger erfahren. Die Nestlé-Manager verweigern Interviews. Aber Gehriger lässt nicht locker. Auf einer Recherche-Reise erfährt er, wie konfliktgeladen das Geschäft mit dem Trinkwasser ist.
"Bottled Life" wirft ein Schlaglicht auf Nestlés Expansionsstrategie im globalen Wassermarkt. Während der Konzern in den USA und in Europa vor allem Quellwasser mit Herkunftsbezeichnung verkauft, hat er für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein anderes Konzept: Dort gibt es "Nestlé Pure Life", gereinigtes Grundwasser, angereichert mit einem Mineralienmix nach Nestlé-Rezept. Heute ist Pure Life das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt.
Res Gehringer reist nach Pakistan, das Nestlé als Testmarkt diente. Während Nestlé ihm den Zutritt zur Pure-Life-Produktion verweigert, lehrt er die Situation der Menschen kennen, die im Dorf außerhalb des Fabrikzauns leben. Hier ist der Grundwasserspiegel rapid gefallen und das Wasser aus den Brunnen der Einheimischen zur übelriechenden Brühe verkommen.
"Nestlé Pure Life" ist ein cleveres Business-Modell, gerade in den Ländern des Südens. Dort, wo die öffentliche Wasserversorgung versagt, stellt Flaschenwasser eine zwar kostspielige, aber sichere Alternative dar. In Lagos zum Beispiel, der Megacity Nigerias, hat Wasser immer einen Preis. Der Film zeigt, dass die Vision einer Stadt, in der alle für Wasser zahlen müssen, hier bereits Realität geworden ist. Die Familien in den Slums von Lagos wenden die Hälfte ihres Budgets dafür auf, Wasser in Kanistern zu kaufen. Die Oberschicht trinkt Pure Life.
Nestlé legt großen Wert auf Imagepflege. Wenn es um Wasser geht, prägt vor allem Peter Brabeck das Bild des Konzerns. Er entwickelte eine Kommunikationsstrategie, die mit Begriffen wie "Corporate Social Responsibility" (unternehmerische Sozialverantwortung) oder "Creating Shared Value" (gemeinsame Werte schaffen) operiert. Ist das gelebte Firmenphilosophie? Beim Überprüfen dieser Frage kommt Journalist Gehriger zu ernüchternden Einsichten. Am Schluss bleibt ihm das Bild eines Konzerns, der sich weltweit Rechte an Wasserquellen sichert, um den Wassermarkt der Zukunft zu dominieren.
Vorsicht vor versteckten Giftstoffen in neuen Kleidungsstücken – vor dem ersten Tragen immer waschen!
Früher trug das DuPont-Logo folgenden Schriftzug: »Better living through chemistry« (besseres Leben durch Chemie). Doch mittlerweile erkennen wir, dass wir in einer vergifteten Umwelt schlechter leben – einer Umwelt, in der Luft, Wasser, Lebensmittel, so genannte »Medizin« und jetzt sogar unsere Bekleidung mit Chemikalien belastet sind.
Unter Ulmen hat geschrieben:Das Gift kommt zurück (DOKU)
Jeder fünfte Container, der im Hamburger Hafen geöffnet wird, so schätzen Experten, ist mit giftigen Substanzen belastet. Immer mehr Menschen erkranken an diesen Giften. Eine Spurensuche von Inge Altemeier.
Nach wie vor gibt es für Importware keine Grenzwerte für Pestizide. Zudem werden zahllose Container aus Gründen des Transportschutzes mit Nervengiften besprüht, bevor sie die Umschlaghäfen in Europa erreichen. Findet etwa der Hamburger Zoll einen solchen Container, hat er keine Möglichkeiten den Verbraucher zu schützen und die Ware beispielsweise zu beschlagnahmen – obwohl viele dieser gesundheitsschädlichen Gifte in Europa längst schon verboten sind.
Die packende Dokumentation “Das Gift kommt zurück” der preisgekrönten Autorin Inge Altemeier begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung der Gifte in Indien und China und erzählt von immer mehr Menschen, die auch in Norddeutschland wegen der hoch belasteten Importware schwer erkranken. Textilien und Spielzeug bringen die verbotenen Gifte wieder nach Deutschland. Das Gift kommt zurück.
„Tausende Container mit Holzpaletten kommen täglich in den großen Seehäfen in Hamburg und Rotterdam an. Doch viele dieser Container mit Textilien, Kinderspielzeug und Lebensmitteln sind mit Nervengiften begast. Eine Gefahr für die Arbeiter und den Endverbraucher.
Mit solchem Spielzeug spielen dann unsere Kinder! Und unsere Bundesregierung macht nichts dagegen...
Viele Lebensmittel, die der Verbraucher täglich im Supermarkt kauft, gaukeln Qualität nur vor, manche gefährden sogar die Gesundheit der Konsumenten. Gefahren drohen nicht nur durch Pestizide und allergieauslösende Zusatzstoffe, sondern auch durch Vitaminzusätze oder zu viel Zucker. Die Dokumentation entlarvt die Tricks der Hersteller und dokumentiert den Kampf, den Verbraucherverbände mit der Lebensmittelindustrie und der Politik führen.
Aus “Geschmacksverstärker”, den nur wenige Mütter im Essen für ihre Kinder dulden würden, wird so “Hefeextrakt” – kling doch viel besser. Aus “Farbstoffen” im Joghurt wird dann “Rote Bete Saft”. Nichts gegen Rote Beete, aber was macht sie im Erdbeerjoghurt? Das Beste an dieser Bereinigung der Verpackung von abschreckenden “Schlüsselwörtern”: Es ist gesetzlich nicht zu beanstanden. Nur ein paar Verbraucherschützer regen sich darüber auf.
Fast 400 Lebensmittelzusatzstoffe sind in Deutschland erlaubt, darunter auch die höchst umstrittenen Azofarbstoffe (E 102), (E 110), (E 122) usw. Diese Stoffe können den Stoffwechsel von Kindern durcheinanderbringen und sind deswegen in einigen europäischen Ländern in Lebensmitteln verboten! Inzwischen sind ein Drittel der fast 400 Zusatzstoffe ist ins Gerede gekommen: Sie stehen in Verdacht, für Allergien verantwortlich zu sein, den Appetit zu verstärken oder sogar Krebs auszulösen. Dazu kommen noch ca. 4.000 weitere Stoffe oder Verfahren, die bei der Herstellung der Lebensmittel verwendet werden und nicht einmal deklariert werden müssen.
Vegetarier leben länger - Fleischlose Ernährung beschert uns neuneinhalb Lebensjahre mehr
Wer auf Fleisch verzichtet, lebt länger. Und zwar um gleich bis zu neun Jahre. Das besagt zumindest die aktuelle Adventisten-Gesundheitsstudie aus Kalifornien. Und nicht nur das: Personen, die komplett auf tierische Nahrung verzichten, wiegen im Schnitt gute 13 Kilo weniger, haben seltener Bluthochdruck und das geringste Risiko für Typ-2-Diabetes.
Kleidung, Schuhe, Matratzen, Kinderspielzeug und Lebensmittel - Sie alle kommen in Containern zu uns. Mit im Gepäck verstecken sich hochgiftige und krebserregende Stoffe. Am Ende gefährden sie die Gesundheit von Zollbeamten, Firmenmitarbeitern und Konsumenten. Im Nachbarland Deutschland haben die Behörden das Problem bereits erkannt. In Hamburg, am zweitgrößten Containerhafen Europas, schützt der Zoll seine eigenen Mitarbeiter. Beamte überprüfen die Container vor jeder Öffnung auf Giftgase. "50 Prozent der Container, die vom Zoll gemessen werden, sind belastet", sagt Holger Riemann vom Hauptzollamt Hamburger Hafen.
Greenpeace warnt vor giftiger Chemie in Marken-Kleidung
Schlechte Nachrichten für die Fans von Markenkleidung. Viele Hersteller verwenden bei der Produktion der Kleidungsstücke giftige Chemikalien. Gefunden wurden vor allem Weichmacher und krebserregende Amine.
Schadstoffe in Verpackungen - Studien: Problematische Mineralöle in Lebensmitteln entdeckt
Schädliche Mineralöle schleichen sich über die Verpackungen in unsere Lebensmittel ein. Die aromatischen Mineralöle stehen sogar im Verdacht Krebs zu erregen. "Betroffen sind mehrere Warengruppen wie Cerealien, Reis, Schokolade, Grieß, Nudeln und Baby-Brei", sagt Roland Achatz von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Die AGES hat nun Studienergebnisse zum Thema gefährliche Mineralöle in Lebensmitteln veröffentlicht.