„Ursprache“ Telepathie: Lingua Cosmica?
Seit rund 30 Jahren beschäftigen mich UFO-Vorfälle in Brasilien, genauer in Amazonien. Diese fanden ihren Peak im Jahr 1977 in Colares, an der Amazonas-Mündung und sorgten für so viel Aufregung, dass die brasilianische Luftwaffe [=Força Aérea Brasileira] ein Team unter der Projektbezeichnung „Operação Prato“ auf den Weg schickte.
Merkwürdig war der Umstand dass die dort damals beobachteten „Ufonauten“ mehrheitlich aussahen wie normale Menschen, hellhäutig, blond, skandinavische Erscheinung! Allerdings verliefen die Begegnungen nicht immer ganz friedlich, denn die Fremden machten stellenweise Jagd auf die Bewohner und es kam zu Todesfällen!
Da ich zwischenzeitlich alle mir bekannten englisch- und deutschsprachigen UFO-Bücher zu dem Thema gelesen habe, richtete ich mein Augenmerk auf „normale“ Literatur, also ohne jeden Bezug zur Anomalistik.
Allerdings ist die Region so „strange“ dass selbst in den populären Reiseberichten Hinweise auftauchen. Entweder weil der Autor Merkwürdigkeiten erlebt hat, oder weil ihm ein Einheimischer davon berichtete.
Interessant ist hier das Buch „Die Toten von Leticia“ [=Leticia: Stadt an der Mündung des Javari in den Amazonas] des deutschen Journalisten Thomas Kistner, der eigentlich nach Amazonien gefahren war um über den dortigen Drogenhandel zu berichten, allerdings vor Ort mit so vielen UFO-Sichtungsberichten konfrontiert worden ist, dass er das Thema aufgriff und im Buch behandelte.
Spannend ist auch AMAZONAS von Petru Popescu über die Forschungsreisen des Amerikaners Loren McIntyre, der dabei 1971 auch die Quelle des Flusses entdeckte!
Knapp zwei Jahre davor war er am Javari um in Kontakt mit den Mayoruna zu kommen, einem verborgen im Dschungel lebenden Stamm. Dies gelang dank mitgebrachter Geschenke und so durfte er sie knapp eine Woche lang auf ihrer Wanderung begleiten. Der Stamm zieht nomadenhaft durch die Wildnis und errichtet provisorische Lager.
Die Kuriositäten begannen für den amerikanischen Forscher kurz nach seiner Ankunft beim Stamm. Er hörte einen durchdringenden summenden Ton dessen Quelle er sich nicht erklären konnte und den er bei vorhergehenden Expeditionen nie vernommen hatte.
Kurz darauf wurde er müde, legte sich in eine Hängematte und schlief ein. Dabei träumte er über den Dschungel zu schweben bzw. zu fliegen während dieser unter ihm phosphoreszierend strahlte. [=Personen die außerkörperliche Erfahrungen gemacht haben berichten oft von einem vorhergehenden summenden Ton als „Begleitung“!]
Die Mayoruna sprechen kein Portugiesisch und kein Spanisch, McIntyre kein „Matse“ [=Bezeichnung für Sprache und Stamm, bedeutet „Mensch“]. Man verständigte sich also, mehr schlecht als recht, mit Händen und Füssen.
Nach einiger Zeit jedoch vernahm er eine Stimme in seinem Kopf. Dabei fiel ihm auf, dass der Häuptling der Gruppe namens „Entenmuschel“, sich durch Gestik, Mimik und Handlungen passend zum „gehörten“ verhielt. McIntyre „dachte zurück“ was von „Entenmuschel“ verstanden wurde und zu passenden Reaktionen führte!
Die gesprochene Ausgangssprache der beiden war zwar verschieden, dies spielte beim telepathischen Kontakt jedoch keine Rolle, man verstand sich!
Tage später stießen weitere Indios zur Gruppe, einer von ihnen sprach Portugiesisch. Der Amerikaner bat diesen, immer noch skeptisch, den Häuptling zu fragen ob er sich tatsächlich gedanklich mit ihm verständigt habe, was dieser bestätigte. Er bezeichnete diese Form als „alte Sprache“.
„Hörte“ er anfangs nur die Stimme des Häuptlings, vernahm er später, als er in die Gruppe sozial eingebunden war, auch den Austausch der anderen – was vielleicht erklärt weshalb „freie“ Indios ausgesprochen schweigsam sind, da läuft die Kommunikation offenbar auf einer ganz anderen Ebene ab!
„Himmlischer“ Besuch?
Der Stamm hat drei Bezeichnungen für Menschen: Sich selbst nennen sie Matse, andere Indios bezeichnen sie als „Mazu“, alle Nichtindios als „Chotac“. Der Häuptling erzählte McIntyre dass sein Stamm auf der Flucht sei vor „seltsamen Menschen die vom Himmel herunter kamen“, die in keine dieser drei Kategorien passten!
Dieser Aspekt wurde zwar nur kurz angeschnitten, jedoch kann es sein dass besagte „seltsame Menschen“ mit jenen Ufonauten identisch sind die seit den 1970ger Jahren [=und davor?] am Amazonas ihren rätselhaften Aktivitäten nachgehen und offenbar über hochtechnologische Möglichkeiten verfügen!
Der Aufenthalt des amerikanischen Forschers endete ziemlich dramatisch in einer Flutkatastrophe, bei der er fortgespült und Tage später von der peruanischen Luftwaffe gerettet wurde.
Aufschlussreich ist, dass er während dieser Irrfahrt Lichter im Urwald sah, die verschwanden als er nach ihnen rief. Vor einigen Jahren entdeckte ich auf YouTube einen Beitrag des brasilianischen Fernsehens. Aus dem mit Google übersetzten Begleittext ergab sich, dass ein Indio von Lichtkugeln berichtete die aus Bodenlöchern kamen und nach „Rundflügen“ durch den Regenwald wieder in diesen verschwanden! Hatte McIntyre diese beobachtet?
Chrononauten?
Ein Aspekt den McIntyre nicht verstand und sich mehrfach erklären lassen musste hing mit dem Zeitverständnis des Stammes zusammen. Man gab an sich durch die Zeit bewegen zu können, womit gemeint ist dass ihnen Information aus der Vergangenheit zugänglich sind – so was wie Dschungel-Remote-Viewing wenn man so will.
Ihrer Sicht nach stecke die Zeit IN den Dingen. Ihr mythologischer „Anfang“ ist jene Epoche in der die Zeit entstand, als es nur Götter gab und die Urbilder aller Lebewesen und Gegenstände. Die Zeit bewege sich auch nicht, es sei der Mensch der sich in ihr bewegt.
Mein Resümee
Als ich im Buch die Passage über telepathische Verständigung las die ohne Übersetzung auskam, musste ich kurioserweise an die Bibel, den Turmbau zu Babel und die große Sprachverwirrung denken. Vor dieser soll es nur EINE Sprache gegeben haben, die alle Menschen verstanden. Manifestierte sich im Bibeltext eine Urerinnerung an eine Zeit in der die Menschen sich untereinander telepathisch verständigen konnten? Wurde dies vergessen, oder durch die gesprochene Sprache verdrängt?
Die bei Ufobegegnungen am meisten beschriebene Kommunikationsform ist die Telepathie. Vermeintliche Aliens „sprechen“ so zu Menschen die diese Inhalte auch verstehen. Ist die Telepathie ein kosmischer Dialekt, eine Lingua Cosmica?
Zuletzt geändert von greyhunter am 18.07.2018, 23:53, insgesamt 1-mal geändert.