Die "Yes Men" haben wieder zugeschlagen. In einer falschen Ausgabe der "New York Times" haben die Aktivisten unter anderem gemeldet, George W. Bush werde wegen Hochverrats angeklagt. Eine Million Exemplare der "Sonderausgabe" wurden in den USA verteilt.
Die "Yes Men"-Aktivisten schlossen sich Ende der 90er Jahre zusammen. Die Globalisierungskritiker gerieten vor allem durch eine gefälschte Internet-Seite der Welthandelsorganisation WTO in die Schlagzeilen. Als vermeintlich legitime WTO-Mitarbeiter wurden sie zu Konferenzen und Vorträgen eingeladen, bei denen sie satirisch Kritik übten. Ihre Aktionen wurden 2003 in dem Pseudo-Dokumentarfilm "The Yes Men" beleuchtet.
Filme erzählen nicht nur die Grausamkeiten des Lebens, sie sind auch imstande, etwas dagegen zu unternehmen. Im Fall des auf der Berlinale präsentierten Films "The Yes Men Fix The World" dokumentieren die Politkunst-Aktivisten Mike Bonanno und Andy Bichlbaum mit viel Witz ihren Kampf gegen Globalisation und Ungerechtigkeit.
Man lacht, doch es ist ein Lachen, das im Hals stecken bleiben muss, denn die (Nicht-) Reaktionen auf ihre absurden und dabei oft inhumanen “Verbesserungsvorschläge” sind in ihrer dumpfen Zustimmung zutiefst deprimierend.