Die Erste Hürde ist geschafft! Gemeinsam mit allen 17 000 aktiven Bürgerinnen und Bürgern konnte genug Druck aufgebaut werden, so dass die EU-Minister/innen mit einer qualifizierten Mehrheit von 282 Stimmen gegen den Vorschlag der Kommission gestimmt haben, das Anbauverbot in Österreich und Ungarn aufzuheben. Auch der deutsche Umweltminister Gabriel stimmte gegen eine Verbotsaufhebung. Ein Riesen-Erfolg für die gentechnikkritische Bewegung in ganz Europa! Denn auch in anderen Ländern wurden Minister-Briefe und E-Mails verschickt, um die Regierungen umzustimmen.
In den nächsten Wochen stehen in Brüssel weitere wichtige Entscheidungen an:
● Die Minister/innen müssen über zwei weitere Anbauverbote in Griechenland und Frankreich abstimmen. ● Die Kommission will ausserdem erstmals seit 1998 zwei neue Gentechnik-Maisssorten zulassen.
Danke für den Link Unter Ulmen. Ist ja das Mindeste, was man für die Sache machen kann/muss.
Zitat aus dem Buch Saat der Zerstörung:
Innerhalb von fünf bis höchstens zehn Jahren werden sich wesentliche Teile der weltweiten Nahrungsmittelversorgung in den Händen von nur vier global agierenden Großkonzernen befinden. Diese Firmen halten exklusive Patente auf Saatgut, ohne das kein Bauer oder Landwirt der Welt säen und später ernten kann. Es handelt sich dabei allerdings nicht um gewöhnliches Saatgut, sondern um solches, das genmanipuliert wurde. Eine besondere Entwicklung ist das »Terminator-Saatgut«. Es läßt nur eine Fruchtfolge zu. Danach begehen die Samen »Selbstmord« und sind als Saatgut nicht wiederverwendbar. Damit soll sichergestellt werden, daß Saatgut jedes Jahr neu erworben werden muß – ein Geschäft, das der Teufel nicht hätte besser erfinden können. Wird diese Entwicklung nicht aufgehalten, entsteht eine neue, bislang nicht für möglich gehaltene Form der Leibeigenschaft. Drei der vier privaten Unternehmen, die heute gentechnisch verändertes Saatgut anbieten, weisen eine unheilvolle jahrzehntelange Verbindung zur US-Kriegsmaschinerie des Pentagon auf. Einst produzierten sie »Agent Orange«, das Zehntausende in Vietnam tötete und selbst heute noch Folgeschäden verursacht. Zur Zeit üben diese Firmen in Zusammenarbeit mit der US-Regierung einen enormen Druck auf Europa aus, damit auch hier alle Schranken gegen genmanipuliertes Saatgut fallen. Dies ist keine Geschichte über Profitgier. Es ist vielmehr eine Geschichte über die dunkle Seite der Macht. In den 1970er Jahren erklärte Henry Kissinger: »Wer das Öl kontrolliert, ist in der Lage, ganze Nationen zu kontrollieren; wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen.«
Grüne drohen Barroso-Kommission mit Misstrauensantrag Wegen wiederholtem Zulassungsantrag für Monsanto-Genmais: "Lobbyismus von oben"
Brüssel - Die Grünen im Europaparlament drohen der EU-Kommission und ihrem Präsidenten Jose Manuel Barroso mit einem Misstrauensantrag wegen des wiederholten Versuches der EU-Behörde, die Zulassung von Monsanto-Genmais durchzusetzen. Eine entsprechende Vorgehensweise sei vom grünen Fraktionsvorstand beschlossen worden, sagte die Grün-Abgeordnete Eva Lichtenberger am Donnerstag in Brüssel. Barroso verkörpere einen "Lobbyismus von oben, der unerträglich ist".
Mexiko: Spuren von gentechnisch verändertem Mais bestätigt
Darmstadt/Mexiko-Stadt - Wissenschaftler der Universität Mexiko-Stadt haben transgene DNA-Sequenzen in mexikanischen Maisproben aus den Jahren 2001 bis 2004 nachgewiesen und damit das Ergebnis einer umstrittenen Publikation von 2001 bestätigt.
Bundesamt warnt vor Gefahren durch Gentechnik auf Äckern
Das Bundesamt für Naturschutz hat vor möglichen Gefahren durch Gentechnik auf den Äckern gewarnt. "Schädlingsresistente Kulturen können direkte Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt haben, wenn sie über die Schädlinge hinaus weitere Organismengruppen beeinträchtigen", heißt es in einem Bericht zu Gentechnik und Welternährung, über den am Mittwoch der Bundestags- Agrarausschuss debattierte. Solche Effekte würden mitunter erst langfristig sichtbar. In Entwicklungsländern solle so lange auf den Einsatz genveränderter Pflanzen verzichtet werden, bis der Nutzen für Ertragssteigerung und Verträglichkeit mit der Natur nachgewiesen sei. Im Ausschuss kam es nach Teilnehmerangaben zu einem Eklat.
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 deckt auf, dass die Stadt Wien erhebliche Steuergelder in Projekte der Pro-Gentechnik-Organisation „Dialog Gentechnik“ fließen lässt. Vergangenen Freitag beschloss die Stadt Wien Mittel in Höhe von 100.000 Euro für ein Projekt mit folgender Zielsetzung: „Die Wissenszweige Gen- und Biotechnologie werden so lebendig und nachhaltig vermittelt und somit eventuell bestehende Unsicherheiten/ Ängste abgebaut“, so die Tagesordnung des Finanzausschusses.
Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo kündigte am Sonntag beim Aktionstag „Luxemburg und Großregion ohne Gentechnik“ den Regierungsbeschluss zum Verbot der Genmais-Sorte MON810 an.
Damit schließt sich Luxemburg den EU-Ländern Österreich, Ungarn, Frankreich und Griechenland an und widersetzt sich einer EU-Richtlinie.
Schluss mit genverändertem Mais: Der umstrittene Anbau des in der EU zugelassenen Mais MON 810 ist in Deutschland künftig verboten. Ihre Entscheidung kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Dienstagmorgen in Berlin an. Umweltverbände, Grüne und Linke hatten bereits seit langem das Anbauverbot gefordert.
»Monsanto« erleidet in Deutschland eine überraschende Niederlage
Die deutsche Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat »Monsanto«, dem weltgrößten Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut und entsprechenden Pflanzenschutzmitteln, eine wirklich überraschende Niederlage zugefügt. Die Entscheidung von Ilse Aigner, der CSU-Bundeslandwirtschaftsministerin, den Anbau von GVO-Mais von »Monsanto«, dem berüchtigten Mon 810, zu verbieten, bedeutet eine wichtige Trendwende bei dem Versuch, GVO-Saatgut in der EU zu verbreiten. Dass diese Entscheidung fiel, obwohl »Monsanto« mit allen Mitteln versucht hatte, die Debatte im Bundestag zu seinen Gunsten zu beeinflussen, macht sie umso bemerkenswerter.
Wie sich herausstellte, war die von der TU München durchgeführte Studie von Monsanto so manipuliert worden, dass sie exakt das (für Monsanto) erwünschte Ergebnis erbrachte: dass nämlich GVO-Mais und nicht gentechnisch veränderter Mais gleichermaßen in Ordnung seien.
Ein “Superunkraut” welches immun gegen das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel “Roundup” ist, verbreitet sich immer mehr in den Baumwoll- und Sojafeldern Amerikas. Ganze Landstriche bestehen nur noch aus diesem Unkraut und viele Bauern gehen her und reissen es mit der Hand aus, oder geben den Kampf auf, oder weigern sich die genmodifizierten Samen von Monsanto weiter zu verwenden und wechseln zurück zu herkömmlichen Anbau.