Kanada erlaubt Produktion von 100.000 Gentech-Fischeiern
Die Massenproduktion von gentechnisch verändertem Fisch kann beginnen. Die kanadische Regierung hat der US-amerikanischen Firma Aquabounty die Erlaubnis erteilt, bis zu 100.000 Fischeier jährlich zu erzeugen und zu exportieren. Das berichten Medien unter Berufung auf das Amtsblatt Canada Gazette. Aquabounty selbst bejubelte die Entscheidung. Die transgenen Lachse sollen in Panama aufwachsen und schließlich in den USA vermarktet werden – auch dafür dürfte das Unternehmen bald die Genehmigung erhalten.
US-Fleischbranche fordert offene Pforten für Gentechnik in EU
Die US-amerikanische Agrarindustrie drängt Europa, im Rahmen des geplanten Freihandelsabkommens mehr Gentechnik und Hormonfleisch zu akzeptieren. Hier zeige sich die EU noch zu wenig kompromissbereit, bemängelte ein Vertreter der Fleischexportwirtschaft am Montag auf einer Tagung des Deutschen Raiffeisenverbandes in Münster. Ohne Zugeständnisse bei der Landwirtschaft drohe das Abkommen zu scheitern.
Dünne Mehrheit gegen Gentechnik-Kennzeichnung in Washington
Drei Wochen nachdem die Bürger des US-Bundesstaats Washington über eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung abgestimmt haben, liegen die endgültigen Ergebnisse vor: eine knappe Mehrheit von zwei Prozentpunkten sicherte der Industrie ein vorläufiges „Weiter so“. 38.000 Stimmen fehlten, um gentechnisch veränderte Lebensmittel künftig als solche kenntlich zu machen. Doch in anderen Staaten stehen weitere Initiativen an.
Wiener Ärztekammer plädiert für gentechnikfreien Anbau
Die Ärztekammer für Wien, die niedergelassene Mediziner in der österreichischen Hauptstadt vertritt, plädiert für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Dass sich EU-Parlamentarier kürzlich gegen eine Genehmigung des Gentech-Mais 1507 ausgesprochen haben, begrüßte der Referent für Umweltmedizin der Kammer, Piero Lercher. Statt auf transgene Sorten solle Österreich auf biologische Vielfalt setzen.
600.000 Tonnen Mais aus USA durften nicht nach China
Im vergangenen Jahr wiesen chinesische Behörden insgesamt 600.000 Tonnen Mais aus den USA zurück, weil darin Spuren von nicht-zugelassenen Gentechnik-Sorten gefunden worden waren. Das berichtet Bloomberg Businessweek unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Dafür bekommt China nun konventionellen Mais aus der Ukraine.
Lobby will Gentechnik-Zutaten als „natürlich“ bewerben
Die Lebensmittel-Lobby in den USA will Produkte, die aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt werden, als „natural“ bewerben dürfen. In einem Brief an die zuständige Behörde fordert der Dachverband der Branche eine Anpassung der Vorschriften – und kündigt für das Frühjahr einen Antrag an.
Honig, der mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen verunreinigt ist, muss nicht gekennzeichnet werden. Das EU-Parlament stimmte heute für den Vorschlag der Europäischen Kommission, Pollen einfach anders zu definieren. Ein anderslautender Beschluss des Umweltausschusses hatte keinen Erfolg.
In Berlin wurde gestern über das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europäischer Union und USA diskutiert. Während ein Mitarbeiter der EU-Kommission wirtschaftliche Vorteile in Aussicht stellte, kritisierten Politiker der Grünen, Umweltschützer und Landwirtschaftsvertreter einen womöglichen Kuhhandel nach dem Motto: mehr Autos in die USA, mehr Gentechnik-Pflanzen und Hormonfleisch nach Europa. Vor allem wurde angeprangert, dass Verhandlungspapiere nicht veröffentlicht werden. Beteuerungen und Absichtserklärungen der Kommission reichten nicht aus, so die Kritiker.
geGEN Manipulation - Trailer (Agrarlobby, Umweltzerstörung und Profitgier)
Unter dem Motto „Wir haben es satt" demonstrierten auch 2014 wieder zahlreiche Menschen gegen Massentierhaltung, Agrartechniken und Genmais auf deutschen bzw europäischen Boden. Doch was nützt ein Appell in einem System, in welchem es die größte Gefahr für Konzerne darstellt, dass die Menschen Zugang zu freien Ressourcen, sauberen Lebensmitteln und nicht-gentechnikveränderter Umwelt haben?
Es schlägt Fünf vor Zwölf. Auf Tablett liegt ein Freihandelsabkommen. „Aber eines für Konzerne, nicht für Menschen", so BUND-Präsident Hubert Weiger. Hans Christian Ströbele, Dauerdemonstrant gegen Monsanto-Food-Logistik, fordert ein Aussetzen der Verhandlungen, solange bis die USA in Punkto Überwachung damit beginnen ein Fünkchen Selbstkritik zu üben und die Spionage in Deutschland zu unterlassen.
Allerorts ist der empörte Aufschrei gegen den Kopenhagener Zoo zu hören, welcher eine junge (und süße) Giraffe vor aller Zoobesucher Augen fachmännisch mit Bolzenschussgerät getötet, zerlegt und an Löwen verfüttert hat. Eigentlich ein normales Prozedere. Dennoch wundert man sich in Dänemark über die Aufregung in diesem Fall. Nun fordert man wegen der Tötung von Giraffe „Marius" die Schließung des Zoos und alle Welt vergisst darüber hinaus, dass das brutale Schlachten von zehntausenden Schweinen, Kühen und Hühnern der tägliche Wahnsinn ist. Der Unterschied: Das süße Giraffen-Baby hatte einen Namen: „Marius". Hinter den verschlossenen Türen hunderter Schlachthäuser finden TÄGLICH zehntausende namenloser, lediglich nummerierter Tiere ihren vorprogrammierten Tod.
Der Dokumentarfilm „geGEN Manipulation" wird bald in völler Länge auf http://www.nuoviso.tv zu sehen sein. Ein Film von Jan Gaertig
Bitte unterstützen Sie unsere unabhängige Berichterstattung mit einem Kauf im http://www.nuovisoshop.de
Der US-Gentechnikkonzern Monsanto erhält heute ein europäisches Patent auf natürliche Genvarianten von Sojapflanzen. Die Initiative No Patents on Seeds, die auf das „Skandalpatent“ aufmerksam macht, spricht von „Biopiraterie in großem Maßstab“. Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen verstoßen nicht nur ihrer Ansicht nach gegen das Gesetz.
Weil es angeblich zu wenig gentechnikfreies Soja gibt, sind große deutsche Geflügelfleisch- und Eierproduzenten nach vielen Jahren aus der gentechnikfreien Fütterung ausgestiegen. Brasilianische Sojafarmer reagieren darauf mit Verwunderung. Es gebe dieses Jahr mehr konventionelle Sojabohnen als je zuvor.
Bundesamt für Naturschutz warnt vor Gentechnik-Mais 1507
Der kurz vor der Zulassung stehende Gentechnik-Mais 1507 hat 350 Mal mehr Insektengift im Pollen als der bisher in der EU zugelassene Monsanto-Mais Mon810. Außerdem ist der gesetzlich vorgeschriebene Monitoringplan missverständlich, eine Prüfung von Risiken für nützliche Insekten hat nicht stattgefunden. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nach einer Bewertung. Die Behörde fordert nun strengere Sicherheitsvorkehrungen, falls der Gentech-Mais 1507 angebaut werden sollte.