Der US-Saatgutkonzern Monsanto klagt nach einem Zeitungsbericht gegen das von der Bundesregierung ausgesprochene Anbauverbot für seinen Genmais MON 810. Das Unternehmen habe beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage eingereicht und dringe auf eine Eilentscheidung, berichtet das "Handelsblatt". Ein Monsanto-Sprecher sagte der Zeitung, die Firma rechne mit einer Entscheidung bis Mitte Mai, damit noch eine Aussaat in diesem Jahr möglich sei.
Monsantolobbyteufel wird erstaunlich gut niedergeredet.
Tolle Diskussion!
Lobbyarbeit wird angegriffen und es wird erkannt, dass die Diskussionskultur wohl schon viel zulang mit teuflischen Waffen geführt wurde. Es tut sich was
Washington wirft Berlin wegen des GVO-Verbots »Majestätsbeleidigung« vor
In der Endphase des Römischen Reiches erfanden die Kaiser das Konzept der »Majestätsbeleidigung«, mit dem sie jeden Untertanen verurteilten, der die Majestät beleidigte, was als Verbrechen gegen die Würde eines herrschenden Souveräns oder gegen einen Staat gewertet wurde. Die Regierung Obama in Washington hat jetzt auf dieses imperiale Gesetz der Römer zurückgegriffen, denn sie hat den deutschen Botschafter einbestellt, um ihn zu befragen, wie die deutsche Regierung es wagen könne, sich dem imperialen Willen zu widersetzen und den Anbau von gentechnisch verändertem Mon810-Mais von »Monsanto« zu verbieten.
Der zweite Teil des Artikels ist noch interessanter:
Die Aussaat auf über 82.000 Hektar Genmais von Monsanto in Südafrika führte zu einer praktisch sterilen Ernte. Die Zeitung berichtet, auf dem Maisfeld seien zwar wunderbare grüne Stängel gewachsen, doch die hätten praktisch keine Maiskolben getragen.
Nach dem Pigweed-Desaster ein zweiter Hinweis darauf, daß die Natur, der Planet, für Monsanto nicht mehr ganz so "round, up & ready" läuft, sondern massiv beginnt sich zu wehren.
In Südamerika wütet die schlimmste Dengue-Fieber-Epidemie seit 2004. Auf der Suche nach dem Ursprung der Seuche machten die Wissenschaftler eine makabere Entdeckung.
Erstmals hat ein deutsches Gericht die Rechtmäßigkeit des Genmais-Verbots bestätigt. Das Verwaltungsgericht Braunschweig entschied in einem Eilverfahren, dass das Anbauverbot für die Sorte MON 810 des Saatgutkonzerns Monsanto bestehenbleibt. In ihrer Eilentscheidung begründeten die Richter das Verbot damit, dass aus ihrer Sicht eine Gefahrenlage besteht. Dafür gebe es zwar keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, aber es genügten schon Anhaltspunkte, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.
Untersuchungen zum Umweltverhalten von Roundup( Glyphosat ), ein Pflanzen"schutz"mittel von Monsanto
Auf drei leicht hängigen Ackerschlägen mit 1.6 ha, 3.3 ha und 4.3 ha wurde das oberflächlich abfließende Wasser am Hangfuß gesammelt, über Rohre abgeleitet und ereignisbezogen ein repräsentativer Anteil im Labor analysiert. Die Vorfrucht auf diesen 3 Ackerschlägen war Winterweizen und Senf als Zwischenfrucht. Mit 3 l Glyphosat pro Hektar (Wirkstoffmenge 360 g/l) wurden die Zwischenfrüchte am 22. April abgespritzt und Silomais angebaut. Im Zeitraum vom 22. April bis zum 20. Juni des Folgejahres wurden Bodenproben und der Oberflächenabfluss auf das Totalherbizid und seine Abbauprodukte hin untersucht. Von den insgesamt 55, nach Regenereignissen gezogenen Proben konnte in 34 Proben der Wirkstoff Glyphosat und in 23 Proben der Metabolit Aminomethylphosphonsäure (AMPA) nachgewiesen werden. Die Befunde im Oberflächenabfluss sind mit den Niederschlägen korrelierbar.
Schon unmittelbar nach der Anwendung werden die ersten Wirkstofffrachten mit dem Regen ausgetragen. Weitere Verfrachtungen erfolgten im Mai zu den entsprechenden Regenereignissen. Während des Wachstums von Silomais war ein Oberflächenabfluss bis in den September hinein kaum vorhanden, ein Wirkstoffaustrag daher nicht zu verzeichnen. Mit den Herbstniederschlägen und der Ernte von Mais stieg dann der Oberflächenabfluss wieder stark an, der Wirkstoffaustrag stieg auf sehr hohe Werte. Ein Spitzenwert des Wirkstoffaustrags wurde nach einem Regenereignis am 08. Oktober des Anwendungsjahres gemessen. Er lag bei lag bei über 40000 ng/l Glyphosat+AMPA. Die mittlere Konzentration von Glyphosat lag im Zeitraum von 7 Monaten nach der Glyphosat-Anwendung (zwischen 18. März bis 08. Oktober) bei 1836 ng/l im Austragswasser. Die durchschnittliche Konzentration von AMPA lag im gleichen Zeitraum bei 333 ng/l. Ein Vergleich mit den Regenereignissen zeigte eine unverzögerte, schnelle Verfrachtung von Wirkstoff und Metabolit mit dem Oberflächenabfluss.
Ein Austrag zwischen ca. 10 g und 100 g Glyphosat + AMPA pro Hektar wurden nach einer praxisüblichen Anwendung (auf dichten Bestand) im Oberflächenabflusswasser gefunden. Ein problematischer Eintragspfad in die Oberflächengewässer ist die Verwendung des Totalherbizids in Gärten, auf Gehwegen, Straßen, Bahnanlagen und Friedhöfen. Der Wirkstoff gelangt bei Regenereignissen sehr schnell und direkt in Vorfluter und Abwasserkanäle [2] Gille (2000). Dies zeigt, dass diesem Wirkstoff aus der Sicht des Boden- und Gewässerschutzes auch künftig eine hohe Aufmerksamkeit eingeräumt werden muss.
In vitro Studien zeigen, dass Glyphosat die Progesteron-Produktion von Säugerzellen beeinflusst[11] und die Sterblichkeit von Plazenta-Zellen erhöhen kann.[12] Ob durch diese Studien Glyphosat als endokriner Disruptor einzustufen ist, ist Gegenstand der Diskussion. (Wikipedia)
Studien schwedischer Wissenschaftler deuten außerdem auf eine Erhöhung des Krebsrisikos bei Tier und Mensch durch Glyphosat hin. [7][8] Auch dem US-amerikanischen Gesundheitsinstitut NIH liegen entsprechende Erkenntnisse französischer Wissenschaftler vor, welche die Synergiewirkung von Glyphosat im Zusammenspiel mit Formulierungskomponenten, die in Herbiziden auf Glyphosatbasis enthalten sind, nachweisen. Glyphosat wirkt dabei durch Verzögerung einer am Zellzyklus beteiligten Cyclin-abhängigen Kinase auf den Zellteilungsprozess von Mensch und Tier.(Wikipedia)
Da die meisten Untersuchungen des Herbizids ausschließlich den Wirkstoff Glyphosat isoliert im Labor betrachten, wird die gesamte Formel von Roundup vernachlässigt, deren akute Toxizität bei Versuchen mit Ratten sich im Vergleich zu dem einzelnen Wirkstoff als viel stärker erwies (Cox 1998; Martinez/Brown 1991).
Besonders wichtig sind die Untersuchungen, die sich auf die möglichen Reaktionen des Glyphosats im Boden konzentrieren. Es wurde festgestellt, dass während des Abbaus von Glyphosat im Boden eine krebserregende Substanz gebildet werden kann, nämlich Formaldehyd, und dass Glyphosat in Kombination mit Nitraten im Boden Nitroglyphosat bildet, einen Stoff, der seit langem für die Auslösung von Leberkrebs bekannt ist. (Kaczewer 2002) Wichtig sind auch chronische Effekte von Glyphosat, die besonders auf den Hautkontakt mit dem Produkt zurückzuführen sind. Dies betrifft nicht nur Lebewesen mit einer dünnen, durchlässigen Haut wie Frösche, sondern auch Menschen. Hardell und Eriksson vermuten aufgrund ihrer Untersuchungen in Schweden, dass ein Zusammenhang zwischen einem langfristigen Kontakt mit Glyphosat und kanzerogenen Effekten wie dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL)[6] besteht (Hardell/Eriksson 1999).
Ein weiteres Feld, das im Mittelpunkt der Untersuchungen steht, bezieht sich auf die Auswirkungen von Roundup auf die Reproduktion von Säugetieren, denn hier wurde sowohl eine verringerte Libido als auch ein geringeres Ejakulatvolumen festgestellt (Yousef et al. 1995). Dies wird dadurch erklärt, dass Rückstände von Roundup die Synthese von Steroiden im Organismus und das Regulationsprotein StAR (steroidogenic acute regulatory protein) hemmt (Walsh et al. 2000). Dies wurde in Brasilien von Eliane Dallegrave an der Universität aus Porto Alegre bestätigt, die bei ihren Untersuchungen zu dem Ergebnis kam, dass folgende Reproduktionsprobleme bei Wistar-Ratten auftauchen, die in Kontakt mit Roundup kamen: a) ein größerer Anteil an anomalen Spermatozoen; b) eine geringere tägliche Spermatozoenproduktion; c) Veränderungen bei der Entwicklung der Testikelgewebe (Dallegrave et al. 2003).
Amerikanische Ärztevereinigung fordert sofortiges Moratorium für genmanipulierte Nahrungsmittel
US Association of Physicians calls for Moratorium on GMO Foods The American Academy of Environmental Medicine (AAEM) has just issued a call for an immediate moratorium on Genetically Manipulated (GMO) Foods.
Unter Ulmen hat geschrieben:Amerikanische Ärztevereinigung fordert sofortiges Moratorium für genmanipulierte Nahrungsmittel
US Association of Physicians calls for Moratorium on GMO Foods The American Academy of Environmental Medicine (AAEM) has just issued a call for an immediate moratorium on Genetically Manipulated (GMO) Foods.
US-Ärzteverband fordert ein sofortiges Moratorium für Gen-Nahrungsmittel F. William Engdahl
Die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (AAEM) hat soeben ein sofortiges Moratorium für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel gefordert. In ihrem neuen Positionspapier über Gen-Nahrungsmittel erklärt die AAEM: »GVO-Nahrungsmittel stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar«, daher die Forderung nach einem Moratorium für Gen-Nahrungsmittel. Unter Bezug auf mehrere Tierstudien kommt die AAEM zu dem Schluss, dass »ein mehr als zufälliger Zusammenhang zwischen GVO-Nahrungsmitteln und Gesundheitsschädigungen besteht«. Die »GVO-Nahrungsmittel bedeuten ein ernsthaftes Risiko im Bereich der Toxikologie, Allergie und Immunfunktion, der Fortpflanzungsmedizin und der metabolischen, physiologischen und genetischen Gesundheit.« Für die milliardenschwere internationale Agrobusiness-Branche ist dies ein empfindlicher Schlag; ganz besonders für das Unternehmen »Monsanto«, dem weltweit führenden Lieferanten von GVO-Saatgut und den entsprechenden Pflanzenschutzmitteln.
Monsanto: Studien widerlegen Unbedenklichkeit von Roundup
"Roundup ist der Weltmarktführer unter den Pflanzenschutzmitteln und gilt als unbedenklich. Doch neue Studien legen den Verdacht nahe, dass bislang unerkannte Gefahren von dem Mittel ausgehen könnten. Die Behörden allerdings reagieren unzureichend."
Kein Stück besser als Monsanto Gentechnik in Deutschland: Auch Bayer, BASF und KWS arbeiten mit dubiosen Methoden
Wenn es um Gentechnik geht, denken die meisten zuerst an Monsanto. Kritische Bücher und Filme zu diesem rücksichtslosen Konzern erzielen Einschalt- und Auflagenrekorde, Veranstaltungen füllen ganze Hallen. Zum Inbegriff alles Bösen wurde auch der Name der Pflanze MON810.
Fütterungs-Studie der TU München zu Gen-Mais weist Mängel auf
Während der Diskussion um ein Anbauverbot von Mon810 in Deutschland, hat die TU München im März 2009 eine neue Studie veröffentlicht: Einen Fütterungsversuch an Kühen mit dem genmanipulierten Mais des US-AgrarkonzernsMonsanto. Die Studien-Autoren wollen damit nachweisen, dass vom Gen-Mais keine gesundheitlichen Gefahren für die Kühe ausgehen. Zudem wurden laut der Studie auch keine Rückstände von Gen- Pflanzen in Fleisch und Milch der Tiere gefunden. Nach Auffassung von Greenpeace zeigt die Studie von Prof. Heinrich H.D. Meyer deutliche Mängel bezüglich des Austausches der Tiere während des Versuches, der Zusammensetzung der Futtermittel und der Wahl der Testverfahren auf. Allgemeine Aussagen über Risiken für Mensch und Umwelt lassen sich aus der vorliegenden Studie nicht ableiten. Finanziertwurde die Untersuchung unter anderem von der Bayerischen Milchwirtschaft.