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Psychische Erkrankungen infolge von Arbeitsstress sind in den vergangenen zehn Jahren um 70 Prozent angestiegen. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem drohenden Abstieg, treibt die Menschen zu immer mehr Leistung an. Die Arbeitswelt, sagt der Göttinger Soziologe Professor Michael Schumann auf Arte, kennzeichne sich durch eine wachsende Grausamkeit gegenüber dem Individuum. In Unternehmen werde gewaltig gemobbt, verbogene Rückgrate seien von Vorteil, die Spielchen von Ausgrenzung und Zuneigung alltäglich und die Angst vor Burnout weit verbreitet.
In großem Maß verantwortlich sind die modernen Techniken. Der Arbeitnehmer ist ihr Sklave geworden. Wer nicht mitrudert, geht unter. Für viele ist es heute selbstverständlich, dass sie auch abends und am Wochenende erreichbar sind. Sie sind es gewöhnt, E-Mails rund um die Uhr über Web oder Smartphones abzurufen. Projekte koordinieren, Termine vereinbaren, Fragen beantworten, Entscheidungen treffen - all das kann heutzutage simultan geschehen. Doch der Preis ist mitunter hoch.
Teil 1:
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"Gelingt es uns, unsere Intelligenz mit unserem Verstand zu beherrschen, um so zur Vernunft zu kommen?"
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